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Zaubersalbe für kleine Wildfänge

Blaue Flecken, Kratzer, kleine Schnitte und Schrammen, Insektenstiche und so weiter. Wer Kinder zu Hause hat kennt das zur Genüge, aber auch die „großen“ Kinder bleiben davon nicht verschont.

Meine Kinder sind ja viel draußen und auch noch kleine Wildfänge und da sind die oben genannten Wehwehchen am Tagesprogramm. Derzeit haben wir gerade wieder Hochsaison und umso öfter kommt unsere Zaubersalbe zum Einsatz. Außerdem was klingt denn besser zur Beruhigung als eine „Zaubersalbe“ auf die Verletzung zu bekommen? 😉

Hauptbestandteile der Salbe sind Gänseblümchen und Spitzwegerich. Zusätzlich kommen bei mir meist noch Ringelblumen, Baumharz und Arnikatinktur hinein.

Kinderblume Gänseblümchen

Das kleine unscheinbare Gänseblümchen hat wirklich viele Heilkräfte. Sie ist vor allem die Heilpflanze der Kinder, denn es hilft äußerlich bei blauen Flecken, kleinen Schrammen, Wundheilung und Juckreiz bei Insektenstichen, innerlich z.B. als Tee bei Husten und Fieber. Diese kleine Pflanze hat wirklich viele positive Eigenschaften und peppt auch viele Speisen (z.B. Salate oder Suppen) wirklich auf.

Spitzwegerich

Der noch unscheinbarerer Spitzwegerich, ist ebenso wie das Gänseblümchen eine Wunderwaffe bei Husten, Bronchitis (als Tee oder Saft), aber auch bei Wunden, Verbrennungen und Insektenstichen.

Er ist ein super Erste-Hilfe-Mittel für unterwegs, denn er wächst auf fast allen Wiesen. Bei Bedarf einfach ein paar Blätter zwischen den Fingern reiben und dann auf die betroffene Stelle auflegen.
Mein Großer macht das mit seinen 4,5 Jahren bereits total selbstständig und versorgt auch seine kleine Schwester und andere im Notfall schnell mit den heilenden Blättern.

Ich möchte aber auch erwähnen, dass ich keine Expertin bin und auch kein Arzt oder Apotheker. Dieses Rezept basiert auf meinen Erfahrungen aus der persönlichen Anwendung und aus dem hochwertigen Informationsmaterial, dass ich hierfür zusammengetragen habe. Wenn es nachgemacht wird, so geschieht das auf eigenes Risiko.

Ihr braucht dazu: (für 100g Salbe)

  • 90g hochwertiges Pflanzenöl (z.B. Mandel-, Olivenöl)
  • 10g hochwertiges Kokosöl
  • eine kleine Handvoll Gänseblümchen
  • eine kleine Handvoll Spitzwegerich
  • ein paar Ringelblumenblüten (optional)
  • etwas Baumharz (ca. 3-5g) (optional)
  • 2-3 Tropfen Arnikatinktur (optional)
  • 9g Bienenwachs
  • Ein sauberes feuerfestes Glasgefäß
  • Ein Holzstab zum Umrühren
  • passende Aufbewahrungsgefäße
  • Etwas Alkohol (hochprozentig) zum Desinfizieren

Das Olivenöl und das Kokosöl in ein feuerfestes Glasgefäß geben. Die Kräuter und den Baumharz gebe ich immer in einen Tee- oder Baumwollbeutel und hänge ihn, wie einen Tee, in das Öl. Dann stelle ich das Glasgefäß in ein Wasserbad und lasse das Ganze bei mittlerer Hitze ca. eine Stunde ziehen. Achte darauf, dass es nicht kocht, denn dann werden die Kräuter im Öl frittiert. (warmer Ölauszug)

Nach der Stunde die Kräuter abseihen und das Bienenwachs ins Öl geben. Mit einem Holzstab verrühren und warten bis sich das Wachs aufgelöst hat. Vom Herd nehmen und wenn gewünscht die Tinktur hinzufügen.

Dann das Ganze in die vorbereiteten, sauberen Salbendosen gießen und auskühlen lassen.

Ich nehme die Zaubersalbe sehr oft, egal ob bei blauen Flecken, kleinen Schnitten oder Wunden, Insektenstichen und wirklich vielen Wehwehchen die im Alltag mit kleinen Kindern halt so vorkommen. Eine echte Zaubersalbe halt 😉

Von Herzen

Madeleine

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