Kräuter & Natur

Oxymel – Sauerhonig eine Wunderwaffe

Ich habe lange überlegt welchem Thema ich den ersten Blogpost widmen soll. Es gibt sooo viele spannende Dinge, die ich hier gerne festhalten und weitergeben möchte. Doch womit beginnen?

Also starte ich gleich mal mit einem kryptischen Fremdwort im Titel – Oxymel. Darunter stellt man sich als erstes doch gleich mal irgendein Grottenolm ähnliches Wesen vor. Hat aber gar nichts damit zu tun. Als ich den Begriff im Blog von Blütenreich zum ersten Mal gelesen habe, konnte ich gar nichts damit anfangen. Dann hab ich mal den Blogbeitrag dazu gelesen und mir gedacht, „hej cool jetzt hat das Hausmittel, dass ich schon seit Jahren bei Halsweh nehme endlich einen Namen!“.

Es heißt also Oxymel oder auch Sauerhonig und besteht in der Basisvariante aus Apfelessig (ein Teil) und Honig (drei Teile). Ich muss gestehen, ich habe in meiner Mischung immer ein Esslöffel Honig und einen Esslöffel Apfelessig genommen und das ganze mit heißem Wasser in einer Tasse aufgegossen. Hat mir bei Halsweh immer extrem gut getan.

Mittlerweile bin ich ich draufgekommen, dass Sauerhonig ein rundum Heilmittel ist – sozusagen der Wunderwuzzi unter den Naturheilmitteln.  Egal ob für den Darm, als Hustensaft, oder generell als Auszugmittel für Kräuter. Der Sauerhonig ist fiebersenkend, auswurffördernd, immunstärkend, entzündungshemmend, isotonisch und und und… Die Liste lässt sich noch weiter fortsetzen.

Und damit komm ich auch zu dem heutigen Rezept, dass ich mit euch teilen möchte. Den Hustensaft haben wir gerade oft im Einsatz, denn den „Buam“ plagte vor einigen Tagen wieder einmal ein Pseudokrupp. Zum Glück sind keine Anfälle mehr dabei, aber der bellende Husten klingt einfach furchtbar. Da ist es doch super, dass wir im Sommer auf der Hanslreithalm am Hengstpass waren und dort Unmengen von Thymian und Spitzwegerich gesammelt haben. Die Kräuter habe ich dann getrocknet und nun ist ein Teil davon in den Sauerhonig gewandert.

Ich habe also 250g Honig aus der Produktion meiner Schwägerin und 85 g Bio Apfelessig vermischt. Die Kräuter in ein kleines Schraubglas gefüllt und mit dem Sauerhonig aufgefüllt. Wichtig ist, dass die Kräuter vollkommen bedeckt sind. Ich hab das Glas dann zugeschraubt noch ein paar mal geschüttelt und dann an einen dunklen Ort (sprich ins Kastl) gestellt. Dort durfte das Gemisch 3-4 Wochen ziehen, wobei ich es täglich einmal geschüttelt habe. Nach ca. 4 Wochen habe ich es abgeseiht und in ein Schraubglas gefüllt.

Mein Bua liebt zum Glück Essig in allen Variationen, daher mag er auch den „Medizinsaft“ sehr gerne. Ich gebe ihm jedoch immer nur ein Glas zu trinken, denn wie schon Paracelsus sagte: „Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift. Allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist.“

In diesem Sinne

von Herzen

Madeleine

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